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Buchrezension Professionelles Management von Ehrenamtlichen |
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Geschrieben von Schöchlin, Jürgen
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Dienstag, 30. März 2010 |
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Bibliografie Katalog der deutschen Nationalbibliothek Umschlagtext Wann ist Arbeit Ehrenamt? Welche Vor- und Nachteile bringt der Einsatz ehrenamtlich Engagierter mit sich? Wie sieht ein professionelles Management von Ehrenamtlichen aus? Warum engagieren sich Menschen freiwillig? Was ist ehrenamtliche Arbeit für eine Organisation wert? Und nicht zuletzt: Was sind die Erfolgsfaktoren ehrenamtlicher Arbeit? Beispielhaft für alle Non-Profit-Organisationen werden diese und andere Fragen rund um das professionelle Management von Ehrenamtlichen beantwortet. In einer umfassenden empirischen Untersuchung wurden die Erfolgskriterien der ehrenamtlichen Arbeit am Beispiel der Umweltorganisation Greenpeace untersucht. So macht die Studie die Zusammenhänge zwischen Engagementbereitschaft und -erfolg ganz praktisch nachvollziehbar. Der Autor Bernd Wallraff ist Sozialwissenschaftler und Referent in der Stabsabteilung Strategie & Evaluation des Goethe-Instituts e.V. Er war unter anderem beim Aufbau der Personalentwicklung der Volkswagen Group China in Peking tätig und berät seit neun Jahren Organisationen zum Thema Non-Profit-Management. Das vorliegende Werk ist zugleich seine Dissertation, die er als Doktorand für Greenpeace am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn angefertigt hat (Januar 2010). Rezension Zitat: "Betrachtet man, wer in Deutschland ehrenamtlich aktiv ist, stellt man fest, dass hohes Bildungsniveau und gute persönliche wirtschaftliche Lage [...] mit erhöhtem freiwilligem Engagement einher gehen". Ein weiterer Satz: "Ehrenamtliche bewahren zudem die Organisation, in der sie aktiv sind, ein Stück weit vor dem Festfahren ...". Und nicht zuletzt: "Die Ehrenamtlichen stellen dadurch einen positiven Puffer zwischen den Angestellten und den Zielgruppen der Organisation dar [...]". Wow: Ich versuche, das gerade zu verarbeiten bzw. auf den Rettungsdienst im DRK (oder anderen Hilfsorganisationen) zu übertragen, für den ich jetzt seit über 20 Jahren ehrenamtlich tätig bin. Wenn das stimmt, was Bernd Wallraff schreibt, dann stehen wir im DRK kurz vor dem Abgrund. Unsere Ehrenamtlichen gehören mehrheitlich sicher nicht zum Bildungsbürgertum. Viele, die regelmäßig im Rettungsdienst tätig sind, sind entweder arbeitslos oder studieren, sind also keineswegs in wirtschaftlich gesicherte Existenzen eingebettet. Sie werden von den hauptamtlichen Mitarbeitern auch nicht als Bereicherung empfunden, sondern eher als nervige Profilneurotiker oder gar als Jobkiller. Ich frage mich: Warum ist das so? Meine Antwort: Weil es das Management im DRK zu keiner Zeit (in meinem Beobachtungszeitraum) verstanden (oder gewollt) hat, die Arbeit der Ehrenamtlichen systematisch zu fördern. Zumindest nicht in der Form, die Wallraff in seiner Studie am Beispiel von Greenpeace herausgearbeitet hat und jetzt zur Übertragung auf andere "Non profit"-Organisationen empfiehlt. "Das kann man gar nicht vergleichen", höre ich Sie jetzt sagen. Recht habt Ihr. Deshalb wird das Ehrenamt im DRK auch über kurz oder lang der Vergangenheit angehören oder die Rolle spielen, die Ihr dafür vorgesehen habt: Billig, dumm und machtlos. So wie Ihr es als Stimmvieh für Euer persönliches Weiterkommen gebrauchen könnt. Welche Organisation beherbergt schon so viele Politiker in Führungsämtern und -positionen wie das DRK? Bürgermeister, Landräte, ehemalige Minister und Blaublütige sind hier fast Tradition. |
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 6. April 2010 )
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